Kritik: David Eddings – Elenium 4

Königin Ehlana ist von einer tödlichen Krankheit befallen. Um sie vor dem sicheren Tod zu retten, ist sie in einem unzerstörbaren Kristall eingeschlossen. Der Ritter der Königin zieht mit seinen Gefährten aus, um ein Heilmittel zu finden. Doch an seiner Suche hängt nicht nur das Schicksal seiner Königin und ihres Königreichs, sondern das der ganzen Welt.

Die Elenium-Saga von David Eddings besteht aus den drei Büchern Der Thron im Diamant, Der Ritter vom Rubin und Die Rose aus Saphir. Die Saga ist weniger bekannt als die Belgariad– oder die Malloreon-Saga, obwohl sie erst nach diesen beiden entstand. Sie ist ebenso wie die anderen Romanserien von Eddings der High Fantasy zuzuorden und somit die Geschichte eines Helden im Kampf zwischen Gut und Böse. In der Elenium-Saga ist dies Ritter Sperber, der am Anfang der Geschichte bereits als gestandener Mann die Bühne betritt. Anders als in vielen High-Fantasy-Romanen, in denen der Leser die Hauptfigur meistens ab sehr jungen Jahren begleitet. Er ist ein handfester Ritter, ein bisschen stur, mit festen Gerechtigkeitsempfinden und einer starken Loyalität zu seinen Freunden. Eine interessante Figur, die die fast tausend-seitige Saga gut trägt.

Eddings widmet seinen Hauptfiguren viel Zeit in Dialogen und Handlung, was den Charakteren Tiefe und Glaubwürdigkeit verleiht aber manche Begleitcharaktere recht blass erscheinen lässt. Bei mehr Charaktertiefe der Nebenfiguren wäre aus dem Dreiteiler aber wahrscheinlich schnell ein Vierteiler geworden, da es doch recht viele sind. Leider leidet auch der anfängliche Hauptantagonist Annias unter dieser Charakterblässe, was ihn nicht so wirklich greifbar für den Leser macht.

Die Handlung läuft in allen drei Bänden in einem angenehm flotten Tempo. Mir fehlten ein wenig die rasanten Spannungsspitzen. Auch läuft es für die Guten über alle Bücher hinweg einfach zu glatt. Probleme werden gelöst, kaum dass sie aufgetaucht sind. Wirklich Angst hat man um die Hauptfiguren selten. Das wird zwar plausibel erklärt, hemmt aber etwas die Spannung.

Fazit: Bei David Eddings Elenium-Saga muss man im Hinterkopf behalten, dass sie Anfang der 80er Jahre erschien. Sie ist eine der frühen High-Fantasy-Geschichten, was sie etwas angestaubt wirken lässt aber auch erkennen lässt in welche Fußstapfen heutige Fantasy-Autoren treten.

Autor: David Eddings
Titel: Elenium
Originaltitel: –
Ausgabe: –
Verlag: Bastei Lübbe, Köln
ISBN: 3785707339

4 thoughts on “Kritik: David Eddings – Elenium

  1. Reply Anonymous Jan 27, 2010 12:47

    Gefällt mir gut, vielleicht sollte ich das mal lesen.

    Und vielen Dank für den Blog, der ist wirklich informativ!

    Konstantin

  2. Reply Mel Jan 27, 2010 20:26

    Danke für das Danke.

  3. Reply Anonymous Feb 4, 2010 19:40

    Vielleicht noch ein Vorschlag: ein Bild pro Artikel würde es meinem Hirn leichter machen zu erfassen, ob es einen neuen Eintrag gibt oder nicht… auch ohne neue Technologie wie RSS…

  4. Reply Mel Feb 4, 2010 22:20

    Joa, da muss ich mir noch etwas einfallen lassen. Dadurch, dass mein Template so fanzy durchsichtig ist, macht der automatisch auch alle Bilder bisschen transparent. Was nicht immer so gut ausschaut. Steht auf der To-Do-Liste.

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